Das Bouldergebiet

Im Bouldergebiet Glees auf dem Gebiet der Ortschaft Wassenach wird seit den 80er Jahren geklettert. Das Gebiet zieht sich in einem Waldstück entlang eines Hangs über 2km hin. Es gibt zwei Seiten, die näher an Glees und die besser von Burgbrohl aus erreichbare.

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Es muss an dieser Stelle gesagt sein, dass es sich generell um kein Naherholungsgebiet und absolut kein Ausflugsziel für Familien oder in der Gruppe zum Naturausflug handelt.

Grundsätzlich gilt, dass das Waldstück und die Abmachung mit der Gemeinde sich auf das reine Bouldern erstrecken. Aktivitäten, die Kinderwägen, Anhänger, Hängematten, Tiere und Vergleichbares beinhalten, sind vor Ort nicht gestattet. Bitte plant keine Ausflüge dieser Art.

Zusätzlich sei gesagt, dass das Gebiet nicht für Anfänger und unerfahrene Boulderer geeignet ist. Es gab in letzter Zeit mehrfach ernstere Unfälle von Leuten mit wenig Erfahrung. Wir wurden explizit von Vertretern vor Ort gebeten darauf hinzuweisen, dass „doch bitte nur geübte Kletterer kommen sollen, weil die Einsatzkräfte vor Ort nicht regelmäßig ausrücken müssen wollen“.

Lage – Zustieg

Das Bouldergebiet Glees liegt vollständig auf dem Gebiet der Gemeinde Wassenach und befindet sich in der Osteifel (Rheinland Pfalz) zwischen den Ortschaften Glees und Burgbrohl. Geparkt wird standardmäßig am Boulderer-Parkplatz Wassenach – siehe mehr zum Parken weiter unten. Das Gebiet ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Dank an Anwohner, Pächter und die Gemeinde

Wir danken dem Pächter des Gebiets, sowie der Gemeinde Wassenach und deren Bürgermeister vielmals für die kulante und großzügige Regelung. Wir danken besonders einem lokalen Anwohner, der die Flächen des Boulder-Parkplatzes bereitstellt. Wir hoffen weiterhin auf auf freundliches Mit- und Nebeneinander wie bereits die letzten zwei Jahrzehnte. Tragt dazu bitte die Regeln weiter, so dass sie möglichst viele erreichen und haltet euch dran!

Gestein – Kletterei – Abtrocknen

Das Basanit genannte Gestein entstammt einem Ausbruch des Vulkans Veitskopf. Es ist dank Einschlüssen kleinen, messerscharfen Quarzes sehr rau und dadurch enorm hautintensiv. Die Kletterei ist geprägt von Leisten an Säulen, die – mal näher, mal weiter – nebeneinanderstehend die Abbruchkante des Lavastroms bilden. Es gibt mittlerweile über 300 erschlossene Linien.

Aufgrund der sonnenabgewandten Ausrichtung der Blöcke trocknen insbesondere Risse und Spalten als letztes. Insgesamt trocknet das Gebiet aber eher schnell ab. Problematischer ist nach Regenfällen eher der Untergrund. Hat es am Vortag stärker geregnet, sollte man das Gebiet auf jeden Fall eher meiden, da es extrem rutschig wird im Bodenbereich.

Sicherung

Glees ist kein Anfängergebiet, man sollte schon Erfahrung mitbringen. Die Absprunggelände sind meistens in Ordnung, wobei auch nicht wenige hohe Linien dabei sind und  unebene Landeflächen. Ein großes Crashpad und ein Spotter mit Erfahrung sind für viele Boulder genug. Will man sich alles offen halten und es ohne Rumgeschiebe absichern, sind mindestens zwei, eher drei Pads ratsam sowie ein zweiter Spotter. Trotzdem bleibt es eine Betätigung auf eigene Gefahr und keine Boulderhalle nach TÜV-Normen. Unfälle von Unerfahrenen sind häufiger vorgekommen.

Beschriftung der Boulder / Schwierigkeitsgrade

Die meisten Boulder sind mit farbigen Pfeilen markiert. Den Farben entsprechen Schwierigkeitsintervalle wie sie die untere Tabelle darstellt. Es kommt (selten) vor, dass Farbe und Schwierigkeitsgrad nicht ganz übereinstimmen. Historisch ist das unteranderem durch Ab- bzw. Aufwertungen zu begründen, die zustande kamen nachdem der Pfeil bereits angebracht war.

25 Kommentare zu „Das Bouldergebiet“

  1. Hartwig Pudzich

    Hallo, zuerst mal an Peter: ein ambitioniertes Projekt, und ich hoffe noch die eine oder andere Information beitragen zu können.
    An alle: was den freiwilligen Boulderverzicht im Sommer betrifft, wir als Boulderer stehen in der Pflicht uns an die Abmachung zu halten, diese wurde gemacht, um weiterhin das Bouldern in Glees zu ermöglichen.
    Falls jemand im Sommer in Glees bouldern will bzw. sollte, ist daran nichts verwerfliches – aber falls wir in eine Situation kommen sollten, das gefragt wird, ob die Boulderer sich an den Kontext der Absprache gehalten hätten – kein Kommentar.

    Eine schöne Zeit, bis im Herbst / Wnter in Glees 🙂

  2. Danke für die viele Hilfe bis hierher, Hartwig! 🙂

    Was den Sommer betrifft, solange sich die Besuche auf Sektoren auf Seiten Burgbrohls beschränken, kommen wir in dem Fall nicht in Erklärungsnöte.

    Dies bedeutet dann aber auch, innerhalb dieser drei Monate nicht in Romani ite domum rumzuturnen! So oder so, das Wichtigste ist vernünftiges Verhalten überall im Gebiet und zu jeder Zeit. Wir nutzen alle gemeinsam dasselbe Spielzeug, dementsprechend müssen wir auch alle gemeinsam Sorge tragen, dass es nicht abhanden kommt oder kaputt geht. Leute, denen das abgeht, kann man kaum mit Appellen an dieser Stelle erreichen..

  3. Welche drei Monate sind denn das genau eigentlich? Juni-August oder Mai-Juli? Viele Grüße, Daniel

  4. Alwin Geimer

    Guten Tag.
    Mir ist das mit dem bouldern im Sommer nicht klar.
    Heisst das, dass man in den „Sektoren Burgbrohl“ immer bouldern darf? Also auch jetzt (Juli/August 2014)?

  5. – Helft Linien entmost zu halten.
    -Bringt Bürsten in verschiedenen Härtegraden und nutzt Stahlbürsten nur bei Neuerschließungen.

    Habt Ihr eine Bürsten Empfehlung? Mit welcher Nicht-Draht-Bürste bekomme ich Moos vom Fels?

    1. Moosentfernung bedeutet Erschließung/Wiedererschließung! Nimm hierfür Stahl- oder zumindest Kupferbürsten, machen wir genauso. Dem Gleeser Felsen wirst du damit nichts anhaben können.. Falls du Anschluss suchst bei der Erschließung, schick mir deine Nummer an pgrabowitz@gmx.de , wir haben da eine große Gruppe laufen mit sehr regelmäßigen Fahrten.

  6. Ich würde sehr gerne dieses Jahr den Versuch wagen, wäre das erste Mal outdoor, also habe ich großen Respekt davor. Leider ist die Topo auch im Boulderplanet schon ausverkauft. Wann kann man mit der neuen Auflage rechnen?

    1. Wir sind noch nicht sicher – vermutlich drucken wir „sehr bald“ eine 3. Auflage und bringen dann erst später Version 2 raus. Neuigkeiten gibt es hier, wenn es soweit ist.

  7. Hallo zusammen, super Seite und ich freue mich schon auf meinen ersten Besuch. Gibt es eine Empfehlung wo man am besten Crashpads leihen kann?

    1. Danke!
      Crashpads kann man häufiger mal in Boulderhallen mieten… oder bei Freunden – einfach mit genug anderen Leuten, die welche haben, hinfahren 😉

  8. Brauch auch dringend ne Topo, Eifelblock hat auch keine mehr?
    Kenne mich von Burgbrohl an bis Romani noch ganz gut aus, wollt mal nachfragen ob die neu erschlossenen Gebiete mit in der Topo sind ?:)

  9. Lars Thieme

    Hallo zusammen,
    Ich bin mittlerweile schwer verunsichert wegen des Boulderverzichts in den Sommermonaten. Darf man das ganze Gebiet zw. Glees und Burgbrohl von Juni bis Ende August nicht betreten oder gibt es Sektoren die davon ausgenommen sind?
    Und Besten Dank noch für eure tolle Arbeit und die Erschließung. Wenn es passt würde ich euch auch gern Mal tatkräftig unterstützen.
    LG

    1. Es gibt in Absprache mit Behörden und dem Pächter keinen Sommerverzicht mehr, im gesamten Gebiet. Viel wichtiger ist die Beachtung der Zeiten, zu denen man in den Wald darf: 09:00 – 19:00

  10. Hallo Peter, vielen Dank nochmal für die „kurze Einweisung“ ins Bouldergebiet im Sektor Kruzifix gestern! Ist wirklich ein sehr schönes Gebiet mit toller Topo 🙂 Noch viel Spaß und Erfolg beim weiteren Erschließen. Hoffe bald mal wieder bei euch vorbeizuschauen. Schöne Grüße aus Aachen!

  11. Harmen de Groot

    Hallo
    Muss man im Massiv reservieren?
    Es sieht toll aus und wir würden gerne vorbeikommen!
    Grüße aus den Niederlanden

  12. Thom Spermon

    Hallo,

    Ich habe eine Frage, ist das Topo nog irgendwo zum Verkauf? Vielleicht eine digitale Kopieren?

    Vielen Dank.

    Thom

    1. Es gibt keine Exemplare mehr. Eine digitale Version gibt es nicht, auch, damit Leute nicht anfangen kommerziell damit zu handeln, wie es bereits im Raum stand. Die Seite ist das digitale Topo – der Empfang vor Ort ist sehr gut.

  13. Sebastian Nestor

    Hallo Jobe,

    ich war am Freitag in Gebiet „Bleausard Block“ unterwegs und habe den Eigentümer von diesem Teilstück Wald kennen gelernt. Wir haben uns gut unterhalten, ein freundlicher Mensch. Er bat mich, Dir auszurichten, das Du bitte nochmal auf deiner Seite darauf hinweist, dass nur die Trampelpfade und beschriebenen Wegen begangen werden sollen. Er hat wohl nun schon öfter abgebrochene Baumtriebe gefunden und findet das nicht so Lustig, teilweise seien die Triebe auch abgeschnitten worden, dies sollte auch unterlassen werden.
    In dem Zuge würde ich direkt auch noch einmal drauf Hinweisen, dass doch bitte die Felsen nach benutzen wenigstens etwas gebürstet werden. Ich finde das schon verrückt wie manche Boulder zugechalkt sind.
    Viele Grüße
    Sebastian

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